Sport-Inklusionslotsen

für Kinder & Jugendliche

 

 
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Sport-Inklusionslotsen

Sport kann ein gutes Beispiel für Inklusion sein. Denn dort können Menschen mit Behinderung auf einfache Art und Weise mit Menschen ohne Behinderung zusammenkommen.

 

Vor allem Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen haben bislang zu wenig Möglichkeiten, um im regulären Vereinssport anzudocken.

 

Das soll sich in Hessen nun mit Sport-Inklusionslotsen als Türöffner ändern.

 

Sport-Inklusionslotsen sind Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Wer ein geeignetes Sportangebot in seiner Umgebung sucht, kann sich direkt an die Lotsen wenden, die in den Büros der Hessischen Sportkreise sitzen.

 

Gemeinsam wird überlegt: Welche Sportart könnte man ausüben, die Spaß macht? Welcher Verein in der Nähe bietet diese Sportart an und wie könnte die Teilnahme individuell gestaltet werden?

 

Die Sport-Inklusionslotsen wissen dabei nicht nur, wo es gute Sportangebote gibt, sie stehen auch im direkten Kontakt mit den Vereinen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen entwickeln sie Ideen, wie inklusive Sportangebote vor Ort aussehen können.

 

Und: Einige Sport-Inklusionslotsen leben selbst mit einer Behinderung. Deshalb wissen sie aus eigener Erfahrung, worauf es ankommt. Für ihre Lotsenarbeit werden alle im Vorfeld umfänglich geschult und qualifiziert.

 

Ist ein Verein gefunden, unterstützen die Lotsen die Kinder und Jugendliche bei der Teilnahme.

 

Das Projekt startet zunächst in fünf Modellregionen in Hessen und wird von der Aktion Mensch und dem Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport gefördert. Dadurch bleibt das Projekt kostenfrei und viele Sportvereine und junge Menschen können davon profitieren.

 

Nach und nach wird so ein Netzwerk aufgebaut, das Vereine und junge Menschen mit Behinderung langfristig und unkompliziert zusammenbringt.

Die Sport-Inklusionslotsin vom Sportkreis Werra-Meißner Lea Sophie Hüther

Name: Lea Sophie Hüther

Alter: 26

Region: Sportkreis Werra-Meißner

 

„Miteinander statt nebeneinander, denn Sport verbindet“ – Als eine von derzeit fünf Sport-Inklusionslots*innen in Hessen verstehe auch ich mich als Bindeglied zwischen Vereinen, Familien, aber insbesondere Kindern und Jugendlichen mit Handicap, denen der Zugang zu vereinsgebundenen Sportangeboten erleichtert werden soll. Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen des Sportkreises, dem LVKM Hessen sowie der Sportjugend Hessen möchte ich deshalb Mut machen, Ängste abbauen und die Sportlandschaft im Werra-Meißner-Kreis insgesamt inklusiver gestalten.

 

Denn die Möglichkeit, die Faszination Vereinssport mit ihrem einzigartigen Gemeinschaftsgefühl erleben zu dürfen, sollte jedem offen stehen. Kinder und Jugendliche, ganz gleich ob mit oder ohne Beeinträchtigung, sollten die Chance haben, wohnortnah den für sie passenden Sportverein finden zu können, sofern sie es sich wünschen. Mit dem Ziel, langfristig ein möglichst flächendeckendes Netzwerk an inklusiven Sportangeboten implementieren zu können, möchte ich diesen Weg als Ansprechpartnerin und „Brückenbauerin“, die seit frühester Kindheit stets positive Erfahrungen in diversen Vereinen sammeln durfte, begleiten.

Sportinklusionslotsin vom Sportkreis Hochtaunus Mona Prey

Name: Mona Prey

Alter: 29

Region: Sportkreis Hochtaunus

 

Beim Sport begegnen sich ganz unterschiedliche Menschen mit der Begeisterung für ein gemeinsames Ziel. Außerdem werden dabei Erfolgserlebnisse ermöglicht und das Selbstvertrauen gestärkt. Daher möchte ich gerne junge Menschen mit Behinderung unterstützen an Sportangeboten teilnehmen zu können.

Ich selbst bin mit einem Cousin aufgewachsen, der das Down-Syndrom hat. Durch mein Masterstudium in Erziehungswissenschaften und meine hauptberufliche Tätigkeit im Ambulant Betreuten Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung, habe ich bereits viele Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit sammeln können.

Ich bin viel und gerne sportlich aktiv, tanze u.a. seit 15 Jahren im Verein und sehe die gemeinsamen Interessen und die Teamarbeit in Sportvereinen als einen guten Berührungspunkt, um Menschen unkompliziert zusammenzubringen und Barrieren abzubauen.

Mein Name ist Nils Ichter und zurzeit studiere ich im Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik mit dem Zweitfach Sport. Seit dem 01.07.2020 bin ich zudem als Sport-Inklusionslotse für die Modellregion Kassel tätig. Hierbei unterstütze ich Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen einen passenden Sportverein zu finden. Der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen, aber auch zu den regionalen Sportvereinen, ist mir besonders wichtig, denn dieser trägt maßgeblich für eine erfolgreiche „Vermittlung“ bei.  Darüber hinaus erkundige ich mich nach Fördermöglichkeiten für die Vereine, die sich für die Themen Inklusion und Teilhabe stark machen möchten.

Als Sport-Inklusionslotse gefällt mir besonders der pädagogische und soziale Umgang mit Kindern und Jugendlichen, den ich bereits durch mein Lehramtsstudium kennen- und schätzen gelernt habe. Auch die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Sportvereinen macht mir viel Spaß und motiviert mich in meiner Arbeit: Sport für alle!

Kontakt

Mit dir inklusiv im Sport

 

Adenauerallee 18
61440 Oberursel

Telefon: ( 06171 ) 9519116

Durchgeführt von:

Gefördert von:

 

LVKM

Sportjugend Hessen

Aktion Mensch

Sportland Hessen gross